Krank in der Karibik – was tun?

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Krank in der Karibik – was tun?

Traumhafte Strände, tausende vielfältige Inseln und perfektes Wetter – die Karibik zieht jährlich zahlreiche Touristen in ihren Bann und beeindruckt diese mit ihren speziellen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten.

Ob Barbados, Kuba oder Curacao, in der Karibik ist für jeden die richtige Insel dabei, um einen einzigartigen und unvergesslichen Urlaub zu erleben. Doch auch ein Urlaub auf der schönsten Insel der Welt kann zur Hölle werden, wenn man sich im Vorfeld nicht über mögliche Erkrankungen während einer Reise informiert.

Neben harmlosen Krankheiten wie Erkältungen, Migräne oder Erbrechen, kann es im Urlaub auch zu ernsthaften Erkrankungen kommen, die einen Urlauber schlimmstenfalls sogar zwingen die Reise abzubrechen, um in der Heimat fachgerecht behandelt zu werden. Wieso sprechen wir dies in diesem Blogbeitrag an? Ganz einfach: Die medizinische Versorgung in den karibischen Inseln entspricht nicht europäischen Verhältnissen. Der Mangel an Fachpersonal, Gesundheitseinrichtungen und die schlechte Versorgung mit Medikamenten machen eine medizinische Behandlung in der Karibik beinah unmöglich.

Sollte es während der Karibikreise zu einem Notfall kommen, kann dieser Leitfaden helfen, systematisch an die Sache ranzugehen.

1. Ruhe bewahren

Tief ein- und ausatmen und einen klaren Kopf bewahren. Es ist besonders wichtig nicht die Fassung zu verlieren und sich in Erinnerung zu rufen, dass man bald Hilfe erhalten wird.

2. Versicherung verständigen

Wenn eine Zusatzversicherung für einen Krankenrücktransport abgeschlossen wurde, muss die Versicherung über die jeweilige Lage aufgeklärt werden.

3. Informationen bereitstellen

Sobald die Versicherung kontaktiert wurde, sollten die nachfolgenden Informationen der Versicherung an die Hand gegeben werden, damit der Fall so schnell wie möglich bearbeitet werden kann.

  • Was ist passiert?
  • Wie heißt die betroffene Person?
  • Wo befindet sie sich?
  • Wie kann man euch erreichen?
  • Welchen Versicherungsschutz hat die Person?
  • Wie lautet die Versicherungsnummer?

4. Ggf. Reiseveranstalter informieren

Sofern die Versicherung über einen Reiseveranstalter läuft, muss selbstverständlich der Veranstalter kontaktiert und über den Notfall informiert werden.

5. Krankenrücktransport aus der Karibik

Gesetzliche Krankenkassen kommen für Krankenrücktransporte nicht auf. Deshalb ist es vor Reiseantritt ratsam eine Zusatzversicherung abzuschließen, bei der im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls die Kosten von der Versicherung entweder teilweise oder komplett übernommen werden.

Doch Vorsicht: Es kommt häufig vor, dass die Krankentransportkosten am Ende doch nicht übernommen werden und zwar dann, wenn die Versicherung den Krankenrücktransport nicht als „medizinisch notwendig“ oder „medizinisch sinnvoll“ betrachtet. Diese Beurteilung ist allerdings subjektiv und variiert von Anbieter zu Anbieter. Sollte sich die Versicherung querstellen, bedeutet dies allerdings nicht, das man gezwungen ist im Ausland behandelt zu werden. Einige Rückholdienste, wie beispielsweise die Deutsche Auslandsrückholung organisieren auch ohne Zusatzversicherung komplette Krankenrücktransporte und übernehmen die gesamten bürokratischen Angelegenheiten.

Eine gute Vorbereitung  über die Vorgehensweise einer plötzlichen Erkrankung im Urlaub ist äußerst wichtig, um bei Bedarf sofort  richtig reagieren zu können. Dabei spielt es keine Rolle, ob letzten Endes die Versicherung oder der private Rückholdienst den Krankenrücktransport organisiert, sondern nur, dass man zur richtigen Zeit Hilfe erhält, um wohlbehalten nach Hause zu kommen.

Von |17.11.2018|Reisen|Kommentare deaktiviert für Krank in der Karibik – was tun?

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